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Baltic-Cup - Eine echte Alternative zu Prague Easter

von Matthias Müller (Post SV Dresden) Als Alternative zu den Felsen des Prague Easter-OL lockte die Ankündigung einer ganzen OL-Woche in den dünenreichen Wäldern Lettlands gewaltig, zumal es unsere erste OL-Erfahrungen im Baltikum sein würden. Außerdem sollte mit Riga die diesjährige Kulturhauptstadt Europas als Zentralort dienen.

Die Reise wurde für die LG Ost perfekt von Leo und Maik vorbereitet. Flug, Mietwagen, Hostel und Meldung schon im Vorfeld erledigt-danke!!! So mussten wir nur noch in Tegel in den Flieger steigen und waren 2 Stunden später in Riga. Mit an Bord waren außer Leo und Maik natürlich Charlotte, sowie Nils und Anke von Turbine Neubrandenburg, Osti und Anke Müller Post SV Dresden und meine einer. Dienstag bis Donnerstag waren Trainings ab 17 Uhr angekündigt, die man wahlweise nutzen könnte. So hatten wir erstmal ausreichend Zeit die Umgebung Rigas zu erkunden. Die Ausflugsziele und Trainings waren auch mit ÖPNV günstig zu erreichen. Wir kamen vom extralangen Ostseestrand der Rigaer Bucht bei Jurmala bis zum Wintersportort Sigulda mit seiner auf geschätzt 250 m NN gelegenen Bobbahn. Nach den touristischen Aktivitäten sollte dann noch ein bisschen gelaufen werden. Als wir den Trainingsort erreichten, empfing uns ein komplettes WKZ (OL-Shop bis ToiToi) in dem sich geschätzte 300 Läufer tummelten. Mit freiem Start und selbst einzeichnen konnte sich jeder in unterschiedlichen Kategorien (bis 10km und 30 Posten) austoben. Und es ging richtig in die Dünen!! Am Wochenende wurden dann die 2 Mitteldistanz-Läufe um den Riga-Cup nördlich von Riga ausgetragen. Mitten in scheinbar endlosem Kiefernwald (Anfahrt und Parken etwas abenteuerlich) war wieder ein komplettes WKZ errichtet worden. Zusätzlich konnten Livebilder und GPS-Übertragung der Eliteklassen auf einer großen Videowand mit verfolgt werden. Das Gelände schien etwas einfacher als die bisherigen Trainings. Aber auch an den bis zu 15 Meter aufragenden Dünengebilden konnte man leicht den Überblick verlieren. Das hohe Tempo im gut belaufbaren Wald zog die ein oder andere Sucheinlage im diffizilen Relief nach sich. Trotzdem kamen wir gut zurecht. Mit guten Tagesergebnissen konnten am Ende gleich 3 Starter der LG Ost aufs Riga-Cup-Podest. Anke Müller (D45), Nils Schmiedeberg (H45) und Matthias Müller (H50) wurden jeweils Gesamtzweiter ihrer Kategorie. Nach den Läufen blieb jedes Mal genug Zeit für interessante Bummel durch Rigas Metropole. Vor allem die historischen Gebäude vom Dom bis zum Schwarzhäupterhaus sowie ausgedehnte Jugenstilensemble waren sehr sehenswert. Beweis für Europas Einfluss waren gigantische Neubauvorhaben wie das „gläserne Schiff“ der Nationalbibliothek. Abschließend konnte in den Kneipen die ein oder andere kulinarische Leckerei Lettlands Küche probiert werden. Weil der Flieger erst für Nachmittag gebucht war, konnten wir am Ostermontag noch schnell am Rigaer Stadtsprint teilnehmen. Durch enge Gassen und die ein oder andere Touristengruppe ging es diesmal im Sprinttempo an Rigas Sehenswürdigkeiten vorbei. Etwas selbst von sich überrascht gewann Anke souverän die D45-Kategorie. In der H45 konnte sich Raik Zschäkel als Zweiter mit 4 Sekunden knapp vor Nils Schmidedberg (3. Platz) setzen. Sachenholen und ab ging es bei inzwischen 25°C gut gelaunt zum Flughafen.