DM Sprint in Wuppertal - Einmal im Leben ...

... durch Wuppertal schweben. So zumindest die Idee, jedoch fuhr aufgrund von Wartungsarbeiten keine Schwebebahn. Auch detaillierte Anreiseskizzen und -beschreibungen waren nicht zu finden, vor allem nicht im Programmheft. Immerhin durch die vielen Grußworte fühlte man sich Willkommen.

... im A-Finale stehen:

Dafür muss man einen guten Platz im Qualifikationslauf erreichen. In dem sehr anspruchsvollen Gelände gab es Sprint-OL wie er sein soll. Viele Routenwahlen, Mauern, Treppen auf mehreren Ebenen verteilt. Genaues Kartenlesen war gefordert um den Posten zu finden. Doch gerade wenn es auf der Karte unklar war, verwirrte die Postenbeschreibung mehr als zu helfen und so gab es im Ziel viele hängende Gesichter. Udo verpasste das A-Finale ebenso wie Martin, der den schwierigsten Vorlauf erwischt hatte und es trotz seiner guten Leistung nicht reichte. Um einen Platz verfehlte Ines das Ziel, zeitgleich mit Frieda Graumann (ESV Lok) schrammte sie auf Platz 12 am Finale vorbei, auch weil wohl einige Konkurrentinnen im Sperrgebiet abkürzten. Matze hatte den leichtesten Vorlauf und dank Glücksbringer Martin die Qualifikation fürs A-Finale geschafft. Bereits qualifiziert erarbeitete sich Bea mit einem starken Vorlauf eine gute Ausgangsposition für das Finale.

 

... auf dem Treppchen stehen:

Schaffte nur Bea und an dieser Stelle Gratulation zum Sieg! Mit fast zwei Minuten Vorsprung sicherte sie sich den Titel.  In dem ebenfalls sehr anspruchsvollen Sprintgelände, musste auf bis zu fünf Ebenen der richtige Posten gefunden werden. Im seinem ersten A-Finale musste Matze viel Lehrgeld bezahlen. Nach 15 von 22 Posten hatte er die beiden vor ihm gestarten Läufer fast eingeholt, als er einen Posten im Dickkicht nicht sah und stattdessen 2 Minuten auf einer anderen Ebene suchte. Immerhin das Minimalziel - Nicht Letzter- wurde erreicht. Udo gewann das B-Finale und auch Martin zeigte mit dem vierten Platz, dass er ein guter Sprinter ist.

... schlafen im Regen:

Nun ist die Luft im Massenquartier nicht die beste, vor allem wenn Laufsachen und Handtücher zum Trocknen ausgelegt werden, daher war die Öffnung der Oberlichter der Mehrzweckhalle sicherlich gut gemeint. Allerdings zog die Luft bittterkalt und ab 2 Uhr regnete es hinien, weshalb schnell der Schlafplatz verändert wurde und die Stimmung weit unter die Isomatte kroch. Bis zum Morgen hatten sich große Pfützen gebildet und für jeden mit nassen Socken grüßte nun das Murmeltier: "Der erste Schritt ist ein Reinfall!" Das angebotene Frühstück änderte nichts an der Stimmungslage.

 ... den Lauf aufgeben:

Sollte man wenn überhaupt nur verletzungsbedingt machen. Doch das Wetter beim Bundesranglistenlauf - zugleich Qualifikationslauf für die WM-  in Wetter (Ruhr) sorgte zusätzlich zu den schon anspruchvollen Bahnen dafür, dass nur die richtigen Kampfschweine vorn in der Ergebnisliste zu finden sind.  Kühle Temperaturen, Wolkenbruch und peitschende Böen sorgten schon vorab für wenig Motivation, doch mit Aufnahme der Laufkarte war die Lust am Laufen zumindest kurzzeitg wieder da - zumindest so lange man im offenen Hochwald laufen konnte. Spätestens nachdem das erste Gebüsch durchquert war, trieften die Laufsachen und erschwerten das Laufen an den steilen Berghängen merklich. Doch der Geduldsfaden von insgesamt 38 Läufern riss eher bei unsichtbaren Pfadenden im Dickicht oder den vielen nicht-markanten Bingoposten - genannt Meilerfläche.

So fuhr man nur vom Regen geduscht, mit juckenden Beinen und gemischten Gefühlen heimwärts, in der Hoffnung auf besseres Wetter!