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Triathlon XL 2011

Martin will es wissen

Triathlon ist eine Lebenseinstellung. 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195km Laufen – das ist viel Arbeit für einen einzigen Tag. Aber jeder ist stärker, als er vielleicht selbst glaubt. Wenn du an dich selbst und deine Träume glaubst, dann ist nichts unmöglich!

(Zitat: Marc Herremans)

Alles fing am Anfang des Jahres bei einem normalen Trainingslauf an. Während wir innerhalb von 80min im tiefsten Schnee liefen, beschlossen Raik und ich noch in diesem Jahr an einem Halbironman teilzunehmen, um im darauf folgenden Jahr den Mythos Ironman in Angriff zu nehmen. Besiegelt wurde alles bei einem kühlen Bier in Raiks warmer Wohnung.

Eine Woche später hatte ich schon alle Ausschreibungen von Raik bekommen, 21. August 2011 Halbironman in Berlin und 9./10. Juni 2012 Ironman in Moritzburg. Eifrig wie ich war, meldete ich mich sofort für den halben am Müggelsee an, Raik hingegen ließ sich noch bis kurz vorm Meldeschluss Zeit und mich damit schwitzen.

Nachdem ich bis in den Juni hinein noch viel trainierte und an Wettkämpfen teilnahm, ließ ich den Sport im Juli ziemlich schleifen, so wurde der Ahlburgische Traditionstriathlon am 13. August in Arendsee der letzte Test vor dem großen Ereignis. Das schöne bei diesem Jedermann-Triathlon (750m/21km/5km) ist der Start. Europaweit der einzige Wettkampf, wo alle Teilnehmer mit dem Raddampfer „Queen“ zum Start aufs Wasser gefahren werden. Da die Wassertemperatur nur 17,2 Grad betrug, zum Glück bin ich ein Wurstpellenträger (Neopren), wurde die Schwimmstrecke auf 500 Meter verkürzt. Nach über 1 Stunde erreichte ich als Gesamtdritter mit hochgestreckten Armen jubelnd das Ziel. Papa reihte sich in der Mitte des Teilnehmerfeldes ein. Überglücklich musste ich mich dann nach einer kurzen Pause, gestärkt durch Schnitzel und Bratkartoffeln, auf den Weg zurück nach Berlin zur Arbeit machen, der Spätdienst rief. Noch während meiner Fahrt erreichte mich dann diese SMS:

„ Hallo Martin, du bist Zweiter in der Jedermanngesamtwertung mit 1:06h. Papa stand auf dem Siegerpodest und hat den Pokal für dich. Wir sind stolz auf dich. Mama, Papa, Oma und Opa“.

Für kurze Zeit war meine Sicht beim Fahren eingeschränkt, denn das Pipi in meinen Augen sorgte für eine leichte Trübung der Linse.  

                                                              

 

Schwimmen witzig, Radfahren haarig, Laufen wunderbar, Ziel lecker, so beschrieb der Ausrichter des Triathlon XL den Wettkampf im Nachhinein. Bei wunderschönem Wetter gingen 273 Sportler auf die Distanz über den Halbironman 1,9km Schwimmen, 80km Radfahren und 20km Laufen, dazu gehörten auch Raik und ich. Am Samstag traf ich mich noch kurz mit Dani und Raik im Wettkampfzentrum an der Müggelsee Perle, um die Startunterlagen abzuholen und letzte Tipps von Raik zu bekommen, wie unter anderem keine Socken anzuziehen, da es zuviel Zeit kostet. Ich hab mich daran gehalten ^^

                                        

Pünktlich um 10:05Uhr trieb ich an der Startlinie im klaren Müggelsee und wartete auf den Startschuss. Im Dreieckskurs mussten wir dann 2 Runden mit einem kurzen Landgang von 70m schwimmen. Ich erreichte als 99. mit einer Zeit von 34:51min den Wechselgarten, Raik als 204. nach 40:49min. Danach mussten 3 Runden auf dem Rad zwischen Rübezahl und Erkner absolviert werden. Da die Strecke für Autofahren nicht gesperrt war, wurde daraus eine Abenteuerfahrt. Nach 2:13:47h erreichte ich wieder den Wechselgarten und ging als 63. auf die Laufstrecke, Raik benötigte 2:23:03 und nahm als 151. die Verfolgung auf. Die Laufstrecke führte über Asphalt und befestigte Waldwege und war besonders zuschauerfreundlich. Wir durchliefen die 5km Runde vier Mal und kamen deswegen immer wieder am Hotspot des Wettkampfes vorbei. Raik war diesmal schneller als ich und erreichte eine Zeit von 1:30:13h und damit die 14. beste Zeit. Ich brauchte 1:31:50h und hatte die 18. beste Zeit. Am Ende stand bei mir eine Gesamtzeit von 4:20:28h und der 34. Platz und bei Raik 4:34:04h und der 68. Platz. Überglücklich brauch ich jetzt erstmal Urlaub.

Martin