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Berliner in Thüringen unterwegs

„Die hügelige und waldreiche Landschaft rund um das Mittlere Saaletal ist bestens geeignet für Outdoor-Aktivitäten aller Art. Viele Teilnehmer der bisherigen Rennen sind überrascht über die Landschaft und Vegetation an den Kalkhängen des Saaletales. Die Trails werden oft mit denen am Gardasee verglichen.“ Um das zu testen, nahmen Raik und ich vom 23. bis 25. September 2011 am 4. Jenaer Adventure Race teil. Wieder einmal wurde die Teilnahme bei einem kühlen Bier zu Robins Sommerfest in Zschäckel´s Garten besiegelt.

Folgende Sportarten und Disziplinen wurden vom Ausrichter Radsportverein Jena e.V. organisiert und in den Wettkampf integriert: Orientierungslauf, MTB-Orientierung, Berglauf-Orientierung, Klettern, Kanu und Laserschießen. Das klang vielseitig und sorgte bei mir für viel Kopfzerbrechen beim Sachenpacken.

Pünktlich am 24.09. um 9 Uhr morgens warteten wir mit dem Teamnamen „Schneller als Mutti“ (leider fiel unsere „Mutti“ krankheitsbedingt aus) auf den Startschuss. Vom schönen Panoramarestaurant Wilhelmshöhe liefen wir als erstes eine kleine 2,2km Berglauf-Orientierungrunde zum Warmwerden, um danach mit Hilfe der Räder die 4,7km MTBO-Strecke zum Orientierungslauf zu absolvieren. Auf der einfachen 7km Score-OL-Strecke spielten wir dann unsere Erfahrungen aus.

                                                             

Anfangs noch von Raik auf den Laufstrecken gebremst, zeigte er dann aber sein Können mit dem Mountainbike auf den steilen Schotterstrecken und ließ mich links stehen. Gemeinsam erreichten wir dann aber doch nach 29,5km MTBO die Saale, um noch kurz einen O-Abstecher von 5,9km in der bergigen Jenaer Dschungellandschaft zu bestreiten. Wir mussten uns auf dem Teilstück durch gefährliche Milchkühe kämpfen, um den Einstieg an der Saale zu erreichen.

Unerfahren auf dem Gebiet nahmen wir uns das Kanu, um die 5,4km lange Abenteuerstrecke in der reißenden Saale zu erpaddeln. Leider verloren wir dabei drei Mal den Kampf mit den riesengroßen Stichlingen und nahmen unfreiwillig ein erfrischendes Bad.

                        

Nach der Paddeltour rasten wir 14,7km mit dem Mountainbike zum Schießstand, um die verloren gegangene Zeit wieder einzuholen. Raik versuchte sich im Stehendschießen und ich lag gleich daneben zu seinen Füßen. Leider konnten wir mit nur 5 Treffern nicht viele Sonderpunkte sammeln.

Der vorletzte Berglauf führte uns über eine 10,3km O-Strecke zurück nach Jena in die Kletterhalle. Dabei führten Raik und ich noch eine weitere Disziplin ein: wie fragt man sich am besten durch die für uns sehr unübersichtliche Stadt zur Kletterhalle, weil sich die ganz kleine Anschlusskarte tief in meinem Rucksack unauffindbar versteckte. Natürlich gab es nicht nur eine Halle.

Endlich angekommen, lief uns ein eiskalter Schauer über den Rücken beim Anblick der Felswand vergleichbar mit der Eiger-Nordwand. Mit schwitzigen Händen und rutschigen Laufschuhen verloren wir beide leider kurz vorm Ziel den Halt und nahmen keine Sonderpunkte mit ins Ziel.

Nun stand der letzte 3km Orientierungs-Berglauf an. Anfangs liefen Raik und ich noch zügig durch die flache Innenstadt bis der Berg hoch zur Wilhelmshöhe kam. Mich verließen dann aber alle Kräfte, so dass der Anstieg eine Qual wurde.

                                                                      

Am Ende hatten wir auf 82,7km und ca. 1750hm eine Gesamtzeit von 8:28:18h. Zwar mit der besten Laufzeit (18:13min Vorsprung), landeten wir nach Abzug der Sonderpunkte auf dem 2.Platz mit 7:47min Rückstand.

Martin