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Fünftage-Orientierungslauf in Südwales

Start in den Dünen nahe Kenfig CastleCroeso - Willkommen in Wales hieß es für einige OLer des IHW beim diesjährigen, von den Waliser OL-Clubs gemeinschaftlich ausgerichteten Fünftage-Orientierungslauf zwischen Swansea und Cardiff.

Nach einem Trainigstag in den Dünen östlich von Porthcawl ging es bei der ersten und zweiten Etappe in das beeindruckende und detailreich gegliederte Dünengelände der Kenfig Burrows mit hohen technischen Anforderungen. Die dritte Etappe führte in den küstennahen Margam Forest, mit steilen, langen An- und Abstiegen und Vegetation, die an den Harz erinnerte. Einge Passagen waren nach Regenfällen und nachdem die ersten paar hundert der mehr als tausend Teilnehmer sie bezwungen hatten, sehr schlammig, rutschig und schwer passierbar. Hier war eher die physische Belastbarkeit gefragt.

Dichter Nebel beim Lauf auf der Hochebene des Mynydd LlangynidrDie vierte Etappe führte auf den Mynydd Llangynidr am Rand der Brecon Beacons. Nicht nur sein Name sondern auch seine kahle, nur mit Heidekraut und hohem Gras bewachsene, stellenweise moorige, stellenweise mit Steinfeldern bedeckte Hochebene mit der Chartistenhöhle war beeindruckend. Im dichten Nebel und Heidekraut und bei teils wenigen markanten Höhen galt es, nach langen Laufpassagen die richtige der tiefen Senken und Gruben zu finden. Wer hier nicht sicher mit Kompass und Schrittmaß umging, durfte an einigen Stellen lange suchen. Der letzte Tag führte zum Margam Castle in den umliegenden Park und den angrenzenden waldigen, steinigen Steilhang. Am Steilhang waren für ein zügiges Durchkommen teils wieder feine Höhendifferenzen zu erkennen, anschließend galt es, angesichts des größtenteils mehr als mannshohen Adlerfarns, die richtigen Routen zu wählen. Ihn zu queren war jedenfalls in der Regel keine gute Idee ...

Die Organisation war tadellos. Die Etappen lagen trotz ihrer Vielfalt dicht beeinander und waren gut zu erreichen, selbst mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Stimmung britisch-gelassen und sehr freundlich, Gelände und Karten für uns Berliner OLer cool, abwechslungsreich aber eine echte Herausforderung - mit Details wie markanten Bäumen auf einem sonst kahlen Gelände hält man sich in Wales nicht auf. Die sportlichen Ergebnisse waren dementsprechend mittelprächtig bis durchwachsen. Nach den fünf Tagen hatten wir uns halbwegs auf Karten und Gelände eingestellt und waren uns weitgehend einig: Jetzt könnte es richtig losgehen! Fazit: Gerne wieder.

-- Andreas

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