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Ski-OLer des IHW kamen, sahen und siegten…

… also gut: Es kamen nicht alle nach Zinnwald zum Ski-OL-Wochenende am 26./27. Januar. Von unseren sieben gemeldeten Wintersportlern erkrankten drei kurzfristig (Udo, Stefan und Mulle), so daß Uwe Röhner sich allein in der starken H45 behaupten mußte. Es kamen auch nicht alle pünktlich, denn extremer Schneefall hatte einen Teil der vorgesehenen Parkplätze unbenutzbar gemacht.

… und gut: Allzuviel war auch nicht zu sehen. Am Sonnabend zum Bundesranglistenlauf auf einem bergigen Golfplatz im tschechischen Teil von Zinnwald/Cínovec hatte der bei starkem Wind unaufhörlich herabstürmende Schnee nicht nur praktisch alle Spuren verwischt, er verklebte auch Augen oder Brille, je nachdem. Es war oft nur anhand des Stockabdrucks zu erspüren, ob man sich in oder neben der Loipe befand. Folglich war simpler Kompaßlauf (beim Ski-OL sonst unüblich) oft die erfolgversprechendste Routenwahlstrategie.

Am Sonntag zog dann Nebel durch den Zinnwald/Altenberger Forst, der jedoch im Rennen nicht störte.

… und siegten? In den allermeisten Kategorien waren unsere tschechischen Sportfreunde selbst von den thüringisch/sächsischen/bayerischen/… Haudegen nicht zu schlagen, so daß die IHWler am Sonnabend nicht über das Mittelfeld hinauskamen: In der D45 kam Bettina Rudert als 16. doch überraschend vor Annette Leonhardt (19.) ein. Das bedeutete in der rein deutschen Wertung übrigens die Plätze 2 und 4. Uwe Röhner wurde in der H45 18. (7.). Es versteht sich von selbst, daß Frank Braatz, der nicht nur über eine halbe Stunde zu spät am Start erschien, sondern auch noch Herren Elite lief, mit dem letzten Platz vorlieb nehmen mußte.

Am Sonntag winkte dann eine Deutsche Meisterschaft bzw. Deutsche Bestenkämpfe – da verstehe einer die oder das TK. Das Wettkampfzentrum mitten in der Altenberger Biathlon-Arena erzeugte jedenfalls ein schönes Flair. Die Organisatoren hatten unermüdlich Wind- und Schneebruch beseitigt, so daß der Wettkampf in verkleinertem Gelände unter Top-Bedingungen stattfinden konnte. Die Bahnlegung ähnelte einer Mittelstrecke, was mir (dem Verfasser dieses Berichts) eher zugute kommt. Jedenfalls wurde es für alle ein gelungenes Wochenende.

Und es gab sogar Erfolge: In der D45 konnte sich Leo einen Podestplatz erkämpfen und damit den Spieß zum Vortag umdrehen – Rang 3 vor Bettina auf 4. Letztere war zwar diesmal mit einem professionellen Kartenbrett ausgerüstet, dafür aber auf schlecht präpariertem Skimaterial unterwegs. Uwe  konnte in der H45 nicht nach vorn angreifen, blieb aber bester Berliner – Platz 14. Frank hatte zwar eine ungünstige Startzeit, da die Verhältnisse zum Schluß deutlich schneller wurden, einen kurzen mentalen Aussetzer auf der Strecke, konnte aber mit einer halben Minute Vorsprung auf die Zweit- und Drittplazierten einen Sieg in der H55 nachhause fahren.

Auf diese Art hat der IHW in diesem Jahr schon seinen ersten nationalen Titel.

-- Frank Braatz