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2. Tri-O-Lon

geschrieben von Matthias Jandrig

 

Samstag Mittag um 12:20 Uhr hole ich mein Fahrrad aus dem Keller, öffne die Haustür und der Himmel seine Schleusen.

Zum Glück ist es nur ein kurzer Schauer, doch auf meinem kurzen Weg zur Mitfahrgelegenheit Uwe werde ich ziemlich nass, denn zur Gewichtsoptimierung besitzt mein Fahrrad keine Schutzbleche :(

Im Wettkampfzentrum am Frauensee sieht es aber schon besser aus und nachdem ich meine Startnummer abgeholt habe, wird die Wechselzone hergerichtet. Schnell die Schwimmbrille, Badehose und -kappe anziehen und dann beginnt auch schon die Kartenausgabe. Mit einem besseren Befestigungssystem als beim letzten Mal wird die Schwimmkarte ums Handgelenk gezurrt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im warmen Wasser fällt der Startschuss und während die ersten mit Schwimmbewegungen beginnen überhole ich laufend, doch irgendwann ist auch der Boden unter meinen Füßen verschwunden. Kurz orientieren und dann zieht sich das Feld auch schon in die Länge. Vorn weg schwimmen die Wurstp... äh Neoprenanzugträger Martin, Udo und Frank und ich reihe mich bei allen Brustschwimmern ein. Dies hat den Vorteil, dass man die Konkurrenz ständig sieht, jedoch kontrolliere ich mehrmals die Karte, da bei den vielen Posten im Wasser schnell der Falsche angeschwommen werden kann. Zudem sorgt Udos orangene Badekappe ungewollt für einen zusätzlichen, sich bewegenden Posten im Wasser.

Nach 6 Posten und 840m geht es wieder ans Ufer und nach dem Umziehen aufs Fahrrad. Welche Wege gut befahrbar sind hat man nach den ersten 5 Posten raus und durch einige kurze Gegenfahrten, kann ich immer gut sehen ich gerade im Rennen liege. Nach 2/3 der Strecke werden aber der Kopf und die Beine müde und so verfahre ich mich gründlich zum Endposten.

Den Wechsel zum Laufen gehe ich sehr ruhig an, denn ich benötige eine Weile, um in meine Schuhe zu kommen. Ein Powergel wird zur Stärkung genommen, doch die Wirkung bleibt zunächst aus. Die ersten zwei Posten wandere ich mehr als das ich laufe. Die Beine sind schwer und in dem weichen Untergrund mit querliegenden Ästen kostet jeder Schritt sehr viel Kraft. Ab dem dritten Posten finde ich meinen Rhythmus und nach dem Posten 8 kreuzt man noch einmal die Wechselzone, so dass ich noch einmal zur Trinkeflasche greife und die von Irina gereichte Banane dankend annehme. Hier wäre ein allgemeiner Trinkposten von Vorteil gewesen, denn es sind immer noch knapp 6km zu absolvieren. Diese schaffe ich langsam aber fehlerfrei und so springt am Ende nach über drei Stunden ein 6. Platz heraus.

Den Doppelsieg für IHW holten Raik und Martin, vor Thomas Wuttig aus Dresden.

Vielen Dank an den Kaulsdorfer OLV für die Ausrichtung und ich hoffe auf eine dritte Auflage des Tri-O-Lons in 1-2 Jahren.

 

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